Sonntag, 29. April 2007

Arm gegen Bein: 3 : 0

„Menno!“, denkt sich das Bein, „So’n Scheiß! Schaff ich nie mit aufholen! Ätzkotz.“ Das Bein schimpft frustriert vor sich hin, während der Arm sich in seinem jüngsten Erfolg sonnt und triumphiert. Atlantikausflug sei dank ist er nämlich knackebraun geworden. Von oben bis unten. Und das bindet er nun jedem auf die Nase. „Hier, guckt alle her, wie schön braun ich schon geworden bin! Haha!“. Und alle gucken und sind beeindruckt. Nur auf das Bein achtet keiner. Das bleibt im Schatten. Verkriecht sich unter langen Hosen und schmiedet Rachepläne. ‚Lass erstmal den Juni kommen, den Juli, den August. Die langen Sommertage am Meer. Wenn die langen Hosen erst ihre Selbsthilfegruppetreffen am Strand veranstalten. Das wird meine Zeit werden!’ Lacht’s und geht auf ein Bier zum Kumpel Fuß. Kumpel Fuß, der heute besonders gut drauf ist – zu Recht!

Freitag, 27. April 2007

Lieber Herr Honorarkonsul,

...ich versteh Sie ja auch irgendwie.
Keinerlei Concours bisher, keine Ärzte in der Familie, eine einfache kleine Deutsche, die es irgendwie hierher verschlagen hat. Da gibt’s ja auch immer mehr von in letzter Zeit. Schummeln sich an die Unis, von Tuten und Blasen keine Ahnung, bleiben drei, vier Jahre und zischen wieder ab. Verbringen ihre Zeit in Kneipen und Bars und auf Konzerten, anstatt zu promovieren. Tsss. „Arbeiten in der nationalen Bildung“, wie schön, ein herrlicher Knicks geht durch die Banken- und Vermieterreihen. Mannmannmann.

Wie gesagt, ich versteh ja Ihre Bedenken. Und sicher haben Sie auch UN-GLAUB-LICH viel zu tun so. Aber... ich kann ja auch nix dafür!

Gibt für mich eben keine offiziösen Zelte mehr in Deutschland; meinen Personalausweis verlier ich ja auch, wenn der auch noch abläuft. Hören Sie, ich hab da schöne biometrische Fotos machen lassen, sieht echt toll aus, meine Geburtsurkunde, alles da, sogar übersetzt! Kommen Sie schon! Sie müssen doch nur gucken, dass ich ich bin und wie ich unterschreibe.
Was meinen Sie? Ich sprech auch fließend Deutsch, im Gegenzug könnt ich bisschen was für Sie regeln! Das wär doch was! Nicht? Fakt ist jedenfalls, dass ich nicht ohne Identifikationsdokument sein kann. Da käm ich hier ja gar nicht mehr weg...

Mittwoch, 25. April 2007

Falk Richter: Electronic City


Soeben haben also Jens und Konsorten "Electronic City" im Théâtre Universitaire aufgeführt. Puh! Outsourcen, briefen, reducen, downloaden, rearrangen... "und wie funktioniert das hier eigentlich?". Ganz viel Projektion und noch mehr Zahlen. Ist das wirklich die Welt, in der ich lebe? Nö. Aber das Stück ist spitze und ganz leicht trifft sich die Entscheidung, morgen doch mal einfach später aufzustehen. (Zumindest hier ist das ja machbar...)
Ich funktionier doch nicht nur!
Fünf vor Steppenwolf geht noch was.

Dienstag, 24. April 2007

Ab jetze: Lesen, wenn Böcke


Guten Tag!
Jawoll. Hier issa. Erntge goes internetz.
Steigerung Eurer Lebensqualität um vierhunderzweiundachtzig Prozent. (Mindestens.)
Plus! Entlastung Eurer Posteingänge.
Na, wie is das?
Ich hoff Ihr macht mit.
Alles Liebe, Eure.