Samstag, 28. November 2009

Das Fest ist vorbei.

Fumando en el agua – el fuego en el cielo. Eine tolle anarchistische Blockflöte gegen holpriges Kakophongekicher auf A- und B-Seiten. Onis geile Buletten. Blumen und 4 Geburtstagskuchen. Knutschen und Kaspern. Nichtrauchen. Den Mussolini tanzen. Diss was not a love song. (Is aber over.) Jan kann mit 5 Bällen jonglieren!! Meine verrückte Nachbarin: was war sie noch mal von Beruf? Kriegsreporterin zum Beispiel. Dieser bescheuerte rote Hüpfball. (Das hätte auch schief gehen können...) Brillenparade. Und Suff. Flaschenwegbringen. Enten auslachen. Schiffe steuern. Im Regen durchs Industriegebiet. Pralinen essen. Und Muscheln. Und Schnecken. Und Desserte (Diverse.) Badevergnügungen. Mülltonnenschiebende Gymnasiasten. Liebe.

Acht Tage und acht Nächte lang.

Ins große schwarze Loch schaufel ich nun also Gedichte, bis zum Rand muss es sein. Setz mich dann daneben, wisch mir die Schweißperlen von der Stirn und schau den Buchstaben beim Versickern zu. Das schönste von allen werf ich mir aber selbst um die Schultern. Da kann der Nantaiser Wind dann nämlich blasen wie er möchte, kann auch Pfeffer- und Hagelkornregister ziehen: mir alles wurst, eingemummelt wie ich da sitz und aufpass, dass das schwarze Loch klein bleibt.

Manchmal kommt der größenwahnsinnige Spanier vorbei und erzählt Witze. Die kenn ich alle auswendig und lach mich trotzdem schlapp. Die gute Fee ruft auf zum Getränk meiner Wahl. Also los, Bewegung.

Samstag, 14. November 2009

Massive Attacke.

Auffe Ohren, aufs Auge, auffe Tanzmuskeln. Und noch auffe Arme, als eine der Herzdamen während des Konzerts nämlich genau da reinfällt. Spielt Massive Attack in Nantes, wird Erntge also zum Apfel, in den man in Frankreich sprichwörtlich bei Ohnmacht fällt. Auch okay! Wasser und Zucker fand sich schnell und so konnte doch noch herzhaft getanzt werden zum Beispiel dazu. Unvollendete Sympathie, ne!
Achso und dann gabs die Ankündigung für April 2010, da spielt denn nämlich The Prodigy in Nantes! Na halli hallo, ey.

Mittwoch, 11. November 2009

Erntge im Glück.

Jaja, Erntge ist mal wieder schwer verliebt. Hat heut nämlich Hans die Hand geschüttelt. Weil der heute doch in Nantes war, um einen Film vorzustellen, der ihn selbst zum Thema hat. Hans Narva nämlich. Und was das für ein Film ist. Erntge grinst immer noch: wie mutig, diesen Dokumentarfilm von Claudia Lehmann (Physik studiert!) als Eröffnungsfilm des jährlichen Festivals des deutschen Films zu nehmen! Und dem teils steifen französischen Publikum Herbst in Peking, Inchtabokatables, Kokaingeschichten, homosexuelle Knasterfahrungen und 4 Tonnen Kapitalismuskritik und ne Prise Anarchie ("schwarz rot gold ist das System, morgen wird es untergehn".) um die sensiblen Ohren zu hauen. Und dit allit och noch uf balina Akzsßent...

Es wird erzählt, über Narva, der im Osten groß wird, nix wird und dann Musiker. Und dann wieder nix als seine Band nämlich verboten wird und er gern an Kokain und billigem Fusel sterben will. Allein in seiner frisch schwarz-gestrichenen Wohnung. Bis die neue Band einen Gitarristen braucht und es also weiter geht. Von den Bands die folgen und den Geschichten mit dem Sohnemann hat Erntge leider nix gesehen. Keiner im Saal übrigens, weil der Windows Media Player nämlich abgekackt hat und zwar im ausverkauften Saal.

Und was passierte dann? Also nachdem Nantes Bürgermeister das Kino verließ? Hans und Claudia ließen sich nicht lumpen: gingen vor dem Publikum auf die Knie und spielten auf. Mit Gitarre und Melodika (wirklich! mit Ding dran zum Reinpusten). Erst eins und dann noch ein Lied, und jedes Mal wusste man nicht ob man lachen oder weinen sollte: surreal! Oder war das Punk? Ich denk ma es war Punk, denn es hat echt Spaß gemacht. Vor allem der Blick in die verwirrten Zuschauergesichter. Wie erfrischend, all das anstelle des angepassten und ewigen Mauerjubiläumsbilanziere!

Ein Hoch, ein Prosit. Das deutsche Kinofestival ist also eröffnet.

Montag, 9. November 2009

Alles mal zwei.

Frühstücken, Schwimmen, Marktschlendern, Experimentalfilm gucken, Saufen, Rote Beete Salat* bauen, Klopapier kaufen... alles passiert grad zu zweit. Haha, Erntge macht nämlich wieder mal WG. Und das aufregend weil alles alt und alles neu. Und: Wolle Petry und Discofox bringt frau schließlich besser zu zweit an den Franzosen. Der daraufhin jubelt und munter in die Hände klatscht. Ein Glück!

*Rote Beete kochen und in Scheiben schneiden, Fetawürfel drauf, gehackte Walnüsse auch, Basilikum auch und denn noch Acetobalsamico-Olivenöl-Senf-Honig-Soße in Massen drüber. Boah!

Dienstag, 3. November 2009

Fuck off, andouille.

Zurück im stürmischen Nass.
Zum Glück zu dritt.
Regen Regen Regen.
Kann’s versuchen.
Kommt nicht durch den Dreierpanzer.
Strotzen mutig dem Getös!
Atlantik sei dank hüpft das Herz.

Und Innereien, die muss man nicht essen.
Die lässt man links liegen.

Sonntag, 1. November 2009

... und eins auf die See.

So, Erntge hats gepackt, die erste Kreuzfahrt wäre geschafft! Kann aber sein dass es auch die letzte war. Denn baden, anne Reling stehen, mit dem Auto durch Fuerteventura düsen, auf Kamelen in Lanzarote schaukeln, durch Las Palmas auf Gran Canaria schlendern und durch den Urwald auf Madeira wandern ist zwar sehr sehr schön, vor allem wenns mit dem Liebsten passiert, aber (aha, nun also das aber), wiegt leider nicht den Touristenterror an Deck auf. Erntge ist nicht richtig eingetaucht in den Bordalltag, hat sich zu sehr abschrecken lassen von Sonnenliegen- und Handtuchkämpfen, von aufgespritzten Lippen, vom Flimmern und Blinken beim stupiden Kollektivleinwandstarren und außerdem bluteten immer die Ohren vom Geschrill des bordeigenen Showensembles, das wirklich jeden Song zielsicher zu verhunzen wusste. Den Ausgleich schuf die andere Welt unter Deck: die Zauberkarte am Gürtel erlaubte Zutritt zu touristenfreien Zonen und wie erleichternd zu sehen, dass es ein zweites Leben an Bord gibt! Wo die Maschine fernab auf dem Crewdeck feiert; mitten auf dem Tisch die Flasche Schnaps. Da versteht Erntge dann auch besser das mit der Liebe zur See und der Seemannsromantik.