Ein Hoch, ein Prosit. Auf das liebste Neffengetier der Welt.
Mittwoch, 29. April 2009
Montag, 27. April 2009
Soweit.
Sonntag, 26. April 2009
Ravie comme Lol V Stein.
Dienstag, 21. April 2009
Häuptling beschlagnahmt.
Es passiert ja immer was an der Uni Nantes. Heute wurde zum Beispiel unser Oberhäuptling Hervé Quintin, Direktor des UFR de Langues, seiner Freiheit beraubt, weil von ungefähr 20 Studenten in seinem Büro festgehalten. Die ließen ihn da nicht mehr raus und forderten ein „semestre blanc“, was so viel heißt wie allen Studenten pauschal 10/20 Punkten zu geben, sie also durch das Semester zu winken, das wegen des blocus eigentlich nie stattgefunden hat. Es wird verhalten wieder vollversammelt in Nantes! Keiner weiß, wohin das führt, aber es bleibt weiter spannend.Wenn wir schon beim newstickern sind: ACTE allemand hatte heute abend große Premiere im Théâtre Universitaire und spielte ein wunderbares „Stadt Dessen“. Statt Pollesch (...pfui! rückte der einfach nicht die Autorenrechte raus!) gab es Globalisierungsschnipsel mit überlagerten Videoprojektionen und Live-Musik. Komplex und lustig und seltsam und ein bisschen deprimierend. Wir sollten alle aufs Land ziehen.
Erstmal zieh ich aber in meine neue Wohnung.
DENN ICH HAB SIE ENDLICH!!
Großer Glücksgriff mit 50m2 und echten Fenstern! Also welche wo Licht durchkommt und kein Regen! Die auf und zugehen! Es ist der Knüller. Es ist wunderbar. Es ist unbeschreiblich.
Es gibt eine gigantische ECKBADEWANNE!
Sonntag, 19. April 2009
Boy. Pop.
In der Litanei erfährt man außerdem, was der Gourmet wie wo gegessen hat und trifft auf lustige Adjektive wie "geriatrisch". ("Hier hab ich vor ein paar Jahren mal gegessen, als ich eine schwedische Freundin hatte, es war damals so geriatrisch wie das Kranzler.", S. 58) Da kann man sich lange mit aufhalten, rauszukriegen, was Mister Bargeld damit meint. Brockhaus und Wikipedia können sich in die Ecke stellen und schämen mit ihren diesbezüglichen vagen hints und zwanghaften Sachlichkeiten. Blixalein ist ein Poet, der zaubert ja selbst das Planetensystem mit sich und seiner Stimme auf die Bühnen seiner Wahl! Und auch wenn ich mir in meinen soeben beendeten zweiwöchigen Ferien vom Nichtstun überlegt habe, nicht mehr zu warten (denn, ey, nichts ist sicher und wer weiß schon was kommt), gefällt mir so sehr das "Ich warte". Den Text hat er mir ins "Europa kreuzweise" gedruckt. Danke, Blixa!
Und vielleicht ist ja doch eins sicher: Es gibt immer die richtige Musik.
Für die nächste Katastrophe. Für das nächste Freudenfest.
(...)
Ich warte auf die Kellnerin
hab Monde mir bestellt...
Ich warte durch die ganze Zeitung
bis es Zeit ist für die Welt
(...)
Ich warte auf die eine
die ihren Namen wohl verdient
immer da war immer recht hat
auf die eine die die Sonne ausgräbt
das Gesetz der Gräber aufhebt
Ich warte auf die die taktlos erntet
honigtriefend
barfuß tanzend ohne Hemmschuh
die Ton für Ton der Starre entkommt
die jedem auf Anhieb bekannt vorkommt
Ich warte bis sie Türen Tore Schleusen öffnet
bis sie wolkenbrechend - Weckruf Fanfare -
überraschend aus dem Hinterhalt sich stürzt
Ich hoffe sie zettelt eine Hymne an
Ich warte bis es nichts mehr zu warten gibt
das Leben ist kein Irrtum, kein Irrtum ist Musik
Ich warte
Ich warte immer noch
Mittwoch, 1. April 2009
Diese Stadt und ich.
Die Diva hat sich eingekriegt und schickt seit meiner Rückkehr kleine Versöhnungsangebote. Die nehm ich wahr. Nantes gibt mir meinen Job zurück, strahlt wie nur was und drückt Menschen im rechten Augenblick Stadtpläne in die Hand, die mir daraufhin den Hals retten. Bietet Theater zum Wundern (So tanzt man also mit Eisblöcken!) Arrangiert sogar exquisite Büffets in dem Moment, wo mich Hunger plagt. Schickt einen Sprachdompteur. Und heute! – Heute zeigt sie mir meine zukünftige Wohnung. Glaub ich jedenfalls.
Also, Nantes, dafür dass Du jetzt so strahlst und Dich ehrlich zu bemühen scheinst, verzeih ich Dir diesen grässlichen Winter. Frieden, ne.
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